Gewichtige Unterschiede: Geld, Gold und Bezahlsysteme im Vergleich zu Bitcoin

Die Karriere von Bitcoin verlief zu Beginn recht steil. Aber auch hier gab es Rückschläge. Diese konnten zwar nicht direkt mit der digitalen Währung an sich in Verbindung gebracht werden, aber dennoch fragen sich viele potenzielle Nutzer, ob die Unterschiede auch immer Vorteile mit sich bringen. Was unterscheidet Bitcoins von normalem Geld, was von Gold und wie kann es bestehende Zahlungssysteme ersetzen?

Bitcoin ist eine rein digitale Währung, die also praktisch keinen realen Gegenwert besitzt. So könnte man kritisch urteilen und läge auch nicht unbedingt falsch mit dieser Annahme. Die Bitcoin Community hat keine Goldvorräte im sicheren Keller liegen, aber dafür hat sie enorme Mengen an Rechenleistung. Und diese wird auch benötigt, um Bitcoins als solche „herzustellen“. Ein Bitcoin ist weniger eine digitale Münze als eine Sammlung bisheriger Transaktionen. Fälschungssicherheit wird bei Bitcoins stets großgeschrieben, und niemandem ist es bisher gelungen, einen Bitcoin zweimal auszugeben. Dafür sind jedoch komplexe Rechenoperationen nötig, die ihrerseits Zeit und Geld in Anspruch nehmen. Bitcoins im Vergleich zu Geld als wertlos zu bezeichnen, wäre also vollkommen falsch. Hinzu kommt noch der Nutzen, der durch die speziellen Eigenschaften von Bitcoins entsteht. Bitcoins erhalten ihren Wert in erster Linie durch den Aufwand, Funktionalität und Vertrauen von Käufern und Verkäufern. Eine normale Banknote ist im Prinzip nicht mehr Wert, da auch sie letztlich nur ein Versprechen darstellt. Gold ist wegen seiner geringen Handelbarkeit eher als Anlagegut geeignet, weniger als Zahlungsmittel.

Von einer normalen Überweisung ist man es gewohnt, dass diese bis zu drei Tage dauern kann; natürlich nur Werktage. Wird eine Transaktion mit Bitcoins vorgenommen, wird man recht schnell erfahren, was ’schnell‘ in diesem Zusammenhang bedeutet. Bitcoins erreichen Ihren Adressaten binnen weniger Stunden oder Minuten. Das hängt davon ab, ob man die normale Transaktion nutzt oder auf freiwilliger Basis eine geringfügige zusätzliche Gebühr zu zahlen bereit ist, die den Vorgang beschleunigt. Hinzu kommt, dass auch Händler keine entsprechenden Gebühren entrichten müssen, wie es beispielsweise bei gängigen Bezahldienstleistern oder Kreditkartenunternehmen der Fall ist. Denn ein Bitcoin-Account kann jederzeit von jedermann kostenlos angelegt werden.

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